Larissa Moser
Konzipiert und führt die Studie als Masterarbeit an der UZH durch. Hintergrund in Psychologie und Pilotstudie zu Normensensitivität in Apéro-Kulturen.
Eine 8-wöchige Studie der Universität Zürich zu Alkoholkonsum, sozialem Druck und situativen Kurzbotschaften.
Alkoholkonsum ist eine sozial regulierte Interaktion. Ein Glas abzulehnen verlangt oft Erklärungen, Witze, Überredung - oder subtile Sanktionen. Diese Spannung macht Veränderung schwer. Selbst wenn Menschen weniger trinken möchten, kosten soziale Kosten des Abweichens.
Unsere Studie prüft, ob kurze, situativ getimte Nachrichten - etwa am Freitagabend oder vor einem Apéro - Menschen dabei unterstützen, ihre selbst gesteckten Trinkziele einzuhalten. Wir fokussieren auf drei Fragen:
Keine Namen, keine Kontaktdaten in der Analyse. Teilnahme über pseudonymisierte IDs.
Datenverwaltung über die PRECIOUS / MobileCoach App - medizinisch zertifiziert.
Daten werden ausschliesslich für diese Studie und eine mögliche Publikation verwendet.
Teilnehmende können ihre Daten jederzeit zurückziehen - ohne Begründung.
Konzipiert und führt die Studie als Masterarbeit an der UZH durch. Hintergrund in Psychologie und Pilotstudie zu Normensensitivität in Apéro-Kulturen.
Betreuender Dozent. Forschung an der Schnittstelle von Suchtprävention, digitaler Gesundheit und angewandter Sozialwissenschaft.
Konzipiert und realisiert die Studienwebsite, Infoblatt-Generierung und digitale Infrastruktur. Externe Unterstützung - nicht an Datenerhebung beteiligt.
Eine randomisierte, kontrollierte Längsschnittstudie über 8 Wochen mit zwei Gruppen: eine Interventionsgruppe mit situativen Just-in-Time-Nachrichten und eine Messkontrollgruppe, die die gleichen Befragungen erhält - so lässt sich der Effekt des blossen Selbst-Monitorings vom Effekt der Nachrichten trennen.
Teilnehmende der Interventionsgruppe zeigen über 8 Wochen grössere Verbesserungen in Reduktionsabsicht, Bewusstsein und Zielerreichung als die Kontrollgruppe.
Wahrgenommene Kontrolle und soziale Normen verändern sich - Normensensitivität als Disposition bleibt stabil.
Hohe Normensensitivität verstärkt den Effekt; hohe wahrgenommene Kontrolle schwächt die Empfänglichkeit ab.
Hohes klinisches Risiko (AUDIT / CAGE) bei gleichzeitig hoher Selbsteinschätzung führt zu stärkerer Reaktanz.
Dysfunktionale Coping-Strategien und die Kontroll-Risiko-Diskrepanz sagen Abbruch vorher - jenseits von Demografie.
Scham-Proneness ist mit geringerem Baseline-Konsum assoziiert und moderiert Engagement und Dropout-Risiko.
Klar, verständlich, schriftlich. Ohne klinischen Beiklang, aber ohne Beschönigung des Themas.
Besondere Sorgfalt bei Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Keine automatische Datenweitergabe.
Zertifizierte Plattform, die bereits für medizinische Studien in Europa genutzt wird.
Teilnehmende können ihre Einwilligung jederzeit zurückziehen - ohne Begründung, ohne Nachteile.
Wir arbeiten mit Suchtpräventionsstellen, Beratungseinrichtungen und Hausarztpraxen zusammen, um Interessierte auf die Studie aufmerksam zu machen. Für Multiplikator·innen gibt es ein druckbares Infoblatt mit QR-Code für den direkten App-Download.
Die Studie ist eine akademische Masterarbeit an der Universität Zürich und wird nicht kommerziell finanziert. Infrastruktur wird über das SUTZ (Suchtpräventionsstelle UZH) und die bestehende PRECIOUS / MobileCoach-Plattform bereitgestellt.
Alle Personen ab 18 Jahren, die deutschsprachig sind und mindestens gelegentlich Alkohol konsumieren. Es braucht keine Diagnose und keine Vorkenntnisse.
8 Wochen. In dieser Zeit gibt es fünf Check-ins (Wochen 0, 2, 4, 6, 8) und - in der Interventionsgruppe - kurze Nachrichten rund um typische Anlässe wie Freitagabend oder Wochenende.
Alle Daten werden pseudonymisiert erhoben und über die PRECIOUS / MobileCoach-App verwaltet, die für medizinische Studien zertifiziert ist. Auswertung erfolgt ausschliesslich aggregiert. Sie können Ihre Daten jederzeit löschen lassen.
Die Studienleitung sieht keine Namen oder Kontaktdaten im Analysedatensatz. Die einzige Verknüpfung zwischen Person und Daten liegt in einem getrennten, verschlüsselten Schlüsselsystem, das ausschliesslich für den Studienabschluss und eventuelle Löschanfragen zugänglich ist.
Es gibt keine monetäre Entschädigung. Teilnehmende erhalten am Ende eine kurze, allgemeinverständliche Zusammenfassung der Studienergebnisse sowie eine persönliche Übersicht über ihr eigenes Trinkverhalten.
Ja. Der Ethikantrag wurde bis zum 13. Mai 2026 eingereicht; die Kommission tagt am 27. Mai 2026. Der aktuelle Status ist im Abschnitt Ethik einsehbar.
Gerne. Wir versenden Infoblätter mit QR-Code für den Download der App. Kontakt direkt per E-Mail oder via Kontaktformular.
Für Rückfragen zur Studie, Kooperationen mit Fachstellen oder Anfragen zu weiterführenden Unterlagen freuen wir uns über eine kurze Nachricht.